Strompreise steigen auch 2013: 600 Energieversorger erhöhen die Preise

Die nächste Preisrunde steht an: Im Januar 2013 erhöhen rund 600 Energieversorger die Preise. Für viele Kunden steht eine Erhöhung der Strompreise um durchschnittlich zwölf Prozent ins Haus. Das Bundeskartellamt und der Verbraucherschutz halten diese massive Erhöhung für überzogen, auch die Politik äußert sich kritisch über die Preispolitik der Energiekonzerne.

Wie begründen die Energiekonzerne die massiven Preiserhöhungen?

Immer wieder führen die Versorger die enormen Kosten der Energiewende an. Hierzu zählt der Anstieg der Umlage für die Förderung erneuerbarer Energien (EEG-Umlage). Sie steigt von aktuell 3,59 Cent pro Kilowattstunde auf stolze 5,28 Cent. Ein weiterer Kostentreiber ist der erwartete Anstieg des Netznutzungsentgelts. Hinzu summieren sich Kosten aus dem Bereich der Offshore-Windenergieanlagen: Hier wird der Verbraucher mit einer Haftungsumlage für den Netzanschluss der Anlagen zur Kasse gebeten. Dieses ganze Kostenpaket reichen die Energiekonzerne an den Stromkunden weiter.

Kritik vom Bund der Energieverbraucher

Der Bund der Energieverbraucher sieht die Preiserhöhungen kritisch. Der Leiter des Bundes, Aribert Peters, führt aus, dass eine Erhöhung der Strompreise um 1,8 Cent pro Kilowattstunde angemessen sei. Dies bedeute eine Steigerung des Preises um rund sieben Prozent. Die durchschnittliche Preissteigerung von zwölf Prozent falle somit zu hoch aus, auch gäbe es Versorger, die ihre Preise um bis zu 32 Prozent anheben würden. Kritik übt Aribert Peters auch an der Bundesregierung. Viele Unternehmen seien inzwischen von der Ökostromumlage befreit, die dadurch entstandenen Kosten würden den Privathaushalten und dem Mittelstand aufgebürdet.

Wie kann sich der Stromverbraucher gegen zu hohe Preise wehren?

Unermüdlich empfiehlt der Verbraucherschutz den Stromkunden, Preise zu vergleichen und den Anbieter zu wechseln. Mit einem Anbieterwechsel lässt sich viel Geld sparen und er dient gleichzeitig dazu, Druck auf die Stromversorger auszuüben.

Ein Wechsel des Stromanbieters ist unkompliziert und einfach durchführen. Im Internet finden sich spezialisierte Vergleichsportale (TopTarif, Verivox), mit deren Hilfe sich der Stromkunde ein Bild über die verschiedenen Angebote machen kann. Es genügt, den geschätzten Jahresverbrauch sowie die Postleitzahl in die Eingabemaske einzugeben, und schon erscheint eine Liste mit Preisen und Konditionen der einzelnen Anbieter. Die Ersparnis zum aktuellen Versorger wird ebenfalls errechnet. So kann der Stromkunde in Ruhe vergleichen und sich für einen neuen Lieferanten entscheiden.


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